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Der Landesausschuss

Unsere Region

 

Ein bisschen Geschichte

                                                                 Mitglied werden

 

 

In 19 der 20 Landeskirchen der EKD gibt es Landesausschüsse des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Im Landesausschuss in der Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz arbeiten um die 20 Personen als Mitglieder und dem Landesausschuss nahe stehende Freundinnen und Freunde des Kirchentages.

 

Der Landesausschuss baut Brücken, besonders zwischen den Trägern kirchlichen, diakonischen, politischen und kulturellen Lebens in der Region und dem Deutschen Evangelischen Kirchentag, der sein ständiges Büro in Fulda hat.

 

Er ist mitverantwortlich für die Vorbereitung und Nacharbeit der zentralen Kirchentage. Er wirkt auch an regionalen Kirchentagen und ähnlichen Treffen mit. So gab es 2006, 2009, 2012 und 2015 in Berlin ökumenische Stadtkirchentage (Berliner Fest der Kirchen), an deren Organisation der Landesausschuss beteiligt war. Wir waren mit einem Stand beim Lausitz-Kirchentag in Cottbus (Juli 2015) sowie bei zahlreichen Kreiskirchentagen und Stadfesten in Berlin und Umgebung (Sommer 2016). Auch überregional haben wir insbesondere den Kirchentag 2017 in Berlin, Potsdam und Wittenberg beworben - beim Kirchentag 2015 in Stuttgart und beim Katholikentag 2016 in Leipzig.
Solche Unternehmen geschehen in engem Benehmen mit der Leitung des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Fulda bzw. mit der Geschäftsstelle vor Ort.

 

Im November 2014 haben die Mitglieder des Landesausschusses die Gründung eines Vereins beschlossen. Geleitet wird der Verein von einem fünfköpfigen Vorstand (vorstand @ kirchentag-bbo.de):

Vorsitzender des Landesaussschusses ist Enrico Triebel. Seine Stellvertreterin ist Angelika Behnke, Schatzmeister ist Heiner Holland. Dazu kommen als Beisitzer Andreas Günther und Norbert Kopf. Unterstützt wird die Landesausschuss-Arbeit durch Heike Baum als Projektkoordinatorin.

 

Die ältesten Mitglieder des Landesausschusses kennen die Kirchentagsentwicklung seit den 60iger Jahren. Die jüngeren Mitglieder haben bei den Kirchentagen in Frankfurt/Main (2001), Berlin (ÖKT 2003), Hannover (2005), Köln (2007), Bremen (2009) oder München (ÖKT 2010) mitgearbeitet. Bis heute engagieren sich viele von ihnen ehrenamtlich in den verschiedensten Bereichen des Kirchentages: in Projektleitungen, als Hallenleiter oder im Pressezentrum.

 

Sie möchten als Mitglied in unserem Landesausschuss mitarbeiten?

Füllen Sie einfach einen Mitgliedsantrag aus und schicken Sie ihn uns! Wenn Sie noch Fragen haben, schreiben Sie uns gern an post @ kirchentag-bbo.de.

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Unsere Region

von Wolfgang Fietkau

                         

Wir Christenmenschen im „schiefen Dreieck“ gehören zu einer Landeskirche, die einen umständlich langen Namen hat. Sie heißt „Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz". Allzu häufig nennt sie sich nur kurz EKBO und macht sich so vorwiegend für Insider erkennbar. Ein Interesse am Kirchentag dürfen wir über den inneren kirchlichen Kreis hinaus erwarten.

 

Wenn man sich die Region, von der wir hier sprechen, auf der Landkarte ansieht, erkennt man, dass sie dreieckig ist und natürlich an den „Kanten“, wie das bei geographischen Abgrenzungen, die nicht auf dem Reißbrett entstanden, so ist, etwas verwuselt. Zieht man die drei Seitenlinien unserer Region gerade, haben wir ein schiefes Dreieck.

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Deswegen reden wir hier von einem solchen. Unsere Nachbarn sind, folgen wir dem „Lauf“ der Sonne: Im Osten, am Ufer von Oder und Neiße, die Leute in Polen. Im Süden ist es – eigentlich niemand; denn hier steht das schiefe Dreieck auf einer Spitze. Diese zeigt jedoch nach Tschechien. Die längste Seite zeigt nach Südwesten, hier sind Sachsen unsere Nachbarn, aber weiter „oben“ auch Anhaltiner. Im Norden schließlich haben wir mecklenburgische und vorpommersche Nachbarn.

 

Größere Städte im schiefen Dreieck sind Wittstock und Prenzlau im Norden, Berlin mit Potsdam in der Mitte, Cottbus und Görlitz mehr zur Spitze im Süden hin. Die entferntesten (Wittstock und Görlitz) liegen etwa 320 Kilometer auseinander. Früher war das schiefe Dreieck ein Teil von Preußen, gehörte dann zum Deutschen Reich und war als Folge von „33“ und Weltkrieg zwo zerrissen. Das Dreieck war Teil der DDR und klein, aber bevölkerungsstark, der Westteil Berlins, aufgrund seiner Lage – Begriffe von damals: – mehr Insel als Frontstadt. 

 

Anders als woanders

 

In dieser schiefen dreieckigen Region leben also Menschen, in einer Mischung, die es woanders in Deutschland so nicht gibt. Wir haben zweierlei Kirchentagstradition, oder die Älteren sogar dreierlei: Wir feierten Kirchentage zusammen, dann jeder seine, also getrennt, und nun längst wieder zusammen. Die konfessionelle Prägung ist hier, wie es in den preußischen Gebieten üblich war: uniert, also mit lutherischen und reformierten Anteilen durchsetzt.

 

Von hier kamen zwei Kirchentagspräsidentinnen: Annemarie Schönherr und Erika Reihlen. Ein anderer war vorher Kirchentagspräsident und wurde danach mit hohen politischen Ämtern hier ansässig: Richard von Weizsäcker.

 

Zu unserer Landeskirche gehören 1,22 Millionen Gemeindeglieder in 1.504 Gemeinden. Hier wirken 40.000 Ehrenamtliche in Diakonie und Kirche. Wir freuen uns über jährlich 8.000 Taufen und hören, dass es fast doppelt so viele kirchliche Bestattungen gibt.  

 

Wir Leute im schiefen Dreieck grüßen die Kirchentagsteilnehmenden aus anderen Ecken, die auf so schön kurze Namen hören wie Bayern oder Rheinland. Aus unserer Region fahren immer gern auch viele Bläser zu den Kirchentagen. Aber zum Sammeln blasen wir hier: Im schiefen Dreieck.

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Ein bisschen Geschichte

von Wolfgang Fietkau

 

Im Evangelischen Zentralarchiv Berlin (http://www.ezab.de/), stehen sinnigerweise je fünf laufende Meter Kirchentagsakten aus Ost und West. Aus „Ost“ heißt: Akten der Jahre 1950 bis 1978 vom Deutschen Evangelischen Kirchentag, Berliner Büro (DDR). Und West heißt: Akten der Jahre 1948 bis 1986 vom „Landesausschuss Berlin“, der anfangs noch in dieser ungeteilten Form bestand und sein Büro am Karolingerplatz, in der Nähe der Messehallen, hatte.

 

Später nannte sich dieser Landesausschuss dann, wie die Landeskirche, mit dem Zusatz „Berlin (West)“. Er hatte seinen Sitz in der Neuköllner Lenaustraße (bei der Berliner Stadtmission), in der Lankwitzer Gabainstraße sowie bis 1989 in Zehlendorf, Potsdamer Chaussee. Sitz und Sitzungen hatten verschiedene Orte. Lange Zeit fanden die Sitzungen unter den Vorsitzenden Dr. Gerhard Pfennig (Senatsrat und später Polizeivizepräsident in West-Berlin) und Willi Diedrich (Senatsrat, Protokollchef, BVG-Direktor), regelmäßig im Foyer an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche statt.

 

Nach der Wende gehörten die Landesausschüsse, die östlich und westlich der gefallenen Mauer gearbeitet hatten, zu den ersten kirchennahen Organisationen, die sich (wieder) zusammenschlossen. Die vereinigten zehn Meter Aktenordner könnten viele Geschichten aus der einen Kirchentagsgeschichte erzählen. Und, wer weiß, vielleicht tun sie’s ja auch noch, z.B. wenn jemand sich für eine Diplomarbeit darüber hermacht. Dann wird das hier bekannt gegeben.

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